Bürgerverein Perleberg
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05.07.2010 Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 05.07.2010 (von Doris Ritzka)

Literaturfest schreibt sein eigenes Buch

PERLEBERG - "Was das kleine Prignitzstädtchen Perleberg im Ehrenamt und ohne groß am Fördermitteltropf zu hängen auf die Beine bringt, das ist einzigartig." Dieses Kompliment kommt von dem Autor Eckhard Erxleben und gilt den Literaturtagen. Am vergangenen Wochenende verwandelten sie Perleberg wieder in ein Mekka nicht nur für Bücherratten.

"Mit den Großen wie Berlin oder Tübingen wollen wir uns nicht messen", räumt Dieter Kreutzer, Vorsitzender des Bürgervereins der Rolandstadt und geistiger Vater der Perleberger Literaturtage, ein. Doch im Hinterkopf habe man jene schon gehabt. Perleberg hat das Potenzial - bibliophile Kostbarkeiten im Museum, eine gut ausgestattete Stadtbibliothek, ein Kreismedienzentrum, zwei Antiquariate, drei Buchhandlungen und einen interessanten Bestand in der Kirche. So entstand die Idee eines Büchertages. Draus geworden sind inzwischen Literaturtage und das in 5. Auflage. "Wir haben ein Thema aufgegriffen, das zu Perleberg passt, um auf die Stadt neugierig zu machen", so Kreutzer. Und dabei zeigte man sich jedes Jahr überaus kreativ. Zuerst holte sich der Bürgerverein die Jugend sowie Autoren mit ins Boot. Draus entstand der Workshop für den jungen schreibenden Nachwuchs. Aus Spaß an der Freude huldigen die jungen Leute Prosa und Lyrik. Angeregt durch den Literaturworkshop initiierten einige bereits erste eigene Lesungen.

Es folgte die Buchkunstausstellung, die in der Rolandstadt eine Renaissance erlebte. Zu DDR-Zeiten war die kleine Prignitzstadt über viele Jahre hinweg regelmäßig Gastgeberin hochwertiger Buchkunstausstellungen gewesen sei. Man könne sich glücklich schätzen, dass es wieder gelang, durch den Kulturverein der Stadt diesen Faden aufzunehmen und nun bereits die dritte Schau nach der Wende stattfand, unterstreicht Kreutzer.

Eine Premiere und einzigartig für die ganze Region war die Lesung der Bürgermeister. "Und sie präsentierten auch die Region, die nicht zuletzt damit wieder ein Stück bekannter wurde", wie der Bürgervereinsvorsitzende betont. Für die Stadt und ihre Menschen selbst wolle man auf diese Art versuchen darzustellen, dass Perleberg viele interessante und liebenswerte Seiten hat und sie motivieren, sich selbst zu engagieren. Zugleich macht Kreutzer aber auch kein Hehl daraus, dass jedes Fest eine neue Herausforderung darstelle - finanziell und auch kräftemäßig.

Dass es die Perleberger Literaturtage aber noch in vielfacher Auflage geben soll, dafür steht ein Buch mit vielen Seiten. Die ersten wurden in diesem Jahr gefüllt von allen Akteuren, die vor kleinem oder großem Publikum standen.

Fotos: BVP

Quellenangabe: Auszug aus der Märkische Allgemeine vom 06.07.2009 (Von Wolfram Hennies)

Ein Fest des Bürgerengagements
Bücherfest rundum gelungene Veranstaltung/ Prignitzer Bürgermeister lasen Geschichten vor

PERLEBERG - Der Chor des Gottfried-Arnold-Gymnasiums Perleberg mit Frank Wedel eröffnete gestern Mittag das 5. Perleberger Bücherfest, dann folgte Schlag auf Schlag eine künstlerische Darbietung nach der anderen auf der Bühne am Rathaus. Das Orchester der Kreismusikschule Prignitz unter Leitung von Petko Petkov spielte flotte Rhythmen, wozu bulgarische Gäste einen Showtanz darboten. Renate Groenewegen las mit Groß Pankower Schülern. Märchen mit Uwe Günzel und Musik von der Liedermacherin Martina Höfer folgten. Pfarrer Gottfried Winter aus Bad Wilsnack erfreute die Zuhörer mit seinen plattdeutschen Texten. Die Kleinen von der Perleberger Tanzschule „Quer durch die Gasse“ unter Leitung von Daniela Querengässer versprühten Lebensfreude. Der Autor Eckhard Erxleben aus Osterburg stellte die Teilnehmer des Literaturworkshops vor. Derweil wurden auf dem Kirchplatz an vielen Ständen Bücher angeboten. Dazwischen demonstrierten die Museumsdruckerei Streckenthin und die Wittenberger Töpferin Kati Kückel ihr Können. Viele schlendernde und schauende Besucher umrundeten die St. Jacobi-Kirche, blieben stehen, blätterten in Büchern und erwarben das eine oder andere Druckerzeugnis.

Der Berliner Verleger Karl-Robert Schütze war nach Perleberg gekommen, um sein Verlagsprogramm vorzustellen: „Ich erlebe hier einen schönen Tag. Das ist eine tolle Sache, dass sich eine so kleine Stadt solch ein Fest leistet, das möchte ich durch meine Anwesenheit unterstützen.“ Olaf Waterstradt, Autor aus Putlitz, bekannte, dass er „aus Lust an der Freude“ dabei ist. „Ich freue mich jedes Jahr auf die Einladung zum Bücherfest. Ich bin richtig glücklich, dass ich hier mit ganz vielen Leuten ins Gespräch komme und Resonanz auf meine Bücher erfahre.“ Druckereibesitzer Andreas Koch aus Pritzwalk war das erste Mal beim Bücherfest und stellte sein Unternehmen vor: „Ich habe einen sehr, sehr guten Eindruck gewonnen, hier gibt es eine lockere Atmosphäre, man trifft hier viele Leute.“ Carla Kaiser vom Perleberger Mehrgenerationenhaus schätzte ebenfalls die Gesprächsmöglichkeiten. Sie gab Bücherspenden für einen symbolischen Betrag ab: „Das wurde gut genutzt. Dass wir hier dabei sein können, ist toll.“ Barbara Müller aus Perleberg hatte sich aus dem großen Buchangebot „365 Mal Gelassenheit“ ausgesucht: „Das wird ein Geschenk für eine 85jährige Dame. Für mich habe ich eine CD mit Weihnachtsliedern gefunden. Das ist prima, dass man hier sehr viele verschiedene Bücher sieht.“ Angela Wuttke aus Quitzow schätzte das vielfältige Buchangebot: „Man kann in Ruhe bummeln und schauen. Ich suche für mich eine Familiensaga oder einen Krimi.“ Der Perleberger Lionsclub verkaufte an seinem Stand Bücher, deren Erlös für Hans-Dieter Tesch aus Hinzdorf bestimmt ist. „Wir möchten seine Forschungstätigkeit auf dem Gebiet der Schmetterlinge in Venezuela unterstützen“, erläuterte Dietmar Vollert.

Dieter Kreutzer, Bürgervereinsvorsitzender und Bücherfestinitiator, machte deutlich: „Mit dem Bücherfest möchte der Bürgerverein mit seinen 290 Mitgliedern identitätsstiftend tätig werden. Das ist gelungen, wenn wir heute das Treiben um den Kirchplatz ansehen.“ „Eine rundum gelungene Veranstaltung“, so das Fazit von Helmut Schneider, Vorsitzender des Kulturvereins. „Schön, dass sich hier so viele präsentieren. Der Kulturverein hat an seinem Stand nicht nur Bücher verkauft, sondern auch Projekte vorgestellt und deren Inhalte erläutert. Darin liegt für uns der tiefere Sinn des Bücherfestes.“ Thomas Domres, Landtagsabgeordneter der Linken, stellte fest: „Man merkt, dass dies eine Veranstaltung mit Tradition ist, die unbedingt fortgeführt werden muss. Allen Akteuren ein herzliches Dankeschön für ihr Engagement.“ „Das Bücherfest vermittelt eine einzigartige Motivation zum Lesen. Allein deshalb lohnt es sich, nach Perleberg zu kommen“, merkte SPD-Landtagsabgeordneter und Bildungsminister Holger Rupprecht an, der übrigens gerade eine Woche Urlaub in Hinzdorf verlebt. Dessen Besuch wertete Bürgermeister Fred Fischer als „besondere Wertschätzung“. Er dankte den Organisatoren und würdigte, dass „ganz viel bürgerschaftliches Engagement“ mit dem Fest verbunden ist, „das ist das Besondere.“

Der Trausal des Perleberger Rathauses mit seinem historischen Ambiente bildete am Sonnabend die Kulisse für eine Auftaktveranstaltung zum Perleberger Bücherfest. Prignitzer Bürgermeister stellten Bücher vor und lasen Auszüge daraus vor. Den Anfang machte Christian Steinkopf aus Lenzen, der aus der Chronik seiner Stadt aus dem Jahre 1929 zitierte. Hans-Jürgen Winter aus Kyritz sorgte für Heiterkeit vom Publikum mit den „Geschichten aus der arschlochfreien Zone – Was wir nicht haben, brauchen Sie nicht“, die der Schweizer Journalist Dieter Moor verfasste. Dietrich Gappa aus Bad Wilsnack hatte sich ein Feuilleton von Jürgen Borchert aus den „Klappersteinen“ ausgesucht. Holger Kippenhahn aus Heiligengabe stellte das Leben einer Prignitzer Bauersfrau vor. Den Schluss bildete Fred Fischer aus Perleberg mit der Sage von den Cumlosener Fischweibern, die ihren Roland an Perleberg verloren.

 

  28.01.2010

Jahresmitgliederversammlung 2010 des Bürgervereins Perleberg am 27.04.2010

Die Mitgliederversammlung hat den Etat der 5. Literaturtage mit dem Bücherfest am 04.07.2010 als Höhepunkt beschlossen. Weitere Beschlüsse betrafen die Initiierung kleinteiliger holzrestauratorischer Arbeiten in der Jacobi-Kirche, die Durchführung des Perleberg-Tages auf dem Museumshof und die verstärkte Öffentlichkeitsarbeit. Dazu gehören die überregionale Werbung für das Bücherfest, die Gestaltung einer eigenen Bücherfest-Webseite im Internet und die Umgestaltung des Schaufensters vom Kiosk am Freizeitzentrum in der Wittenberger Straße. Die solide finanzielle Situation ermöglicht auch die Unterstützung der Lotte-Lehmann-Woche und des Perleberg-Festivals nach Maßgabe eigener anspruchsvoller Aufgaben.

Die Organisation eines Neubürgertreffs ist ein neues Projekt. Man wird im „Mitmachjahr“ 2010 im Gebäude des Antiquariats miteinander und mit Vertretern des öffentlichen Lebens ins Gespräch kommen können zu Erwartungen, Hoffnungen, Wünschen und Erfahrungen, die sich mit dem Umzug in die Stadt oder einen der Ortsteile von Perleberg verbinden. Es ist auch das Angebot des Bürgervereins an Neubürger, sich schneller heimisch fühlen zu können durch die Beteiligung an der ehrenamtlichen Vereinsarbeit.

Der Vorstand

Rundbrief 01/2010 als PDF

 

 

26.01.2010

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 26.01.2010

Musik, Gesang und Literatur bedacht

PERLEBERG - Die Freude ist Dr. Andreas Draeger anzumerken. Mit 2000 Euro unterstützt die Sparkassenstiftung den Verein pro Musica. Damit ist ein nächstes musikalisches Highlight gesichert, "können wir im November wieder etwas ganz Besonderes in St. Jacobi bieten", so Dr. Draeger, Vorstandsmitglied von pro Musica. Am 6. November ab 17 Uhr wird in der Kirche das Messias-Oratorium von Georg Friedrich Händel erklingen, intoniert vom Brandenburger Orchester Eberswalde und dem Kantatenchor Havelberg unter Leiter von Kirchenmusikdirektor Gottfried Förster.

Etwas kleiner ist das Projekt von pro Musica zum Bücherfest, "denn auch hier wollen wir uns aktiv einbringen", betont Draeger. Zum einen sei in der Kirche eine Ausstellung rund um die Musik angedacht, sprich alte und neue Notenschriften und entsprechende Literatur werde zu sehen sein. Zum anderen werde der Verein das Abschlusskonzert gestalten. "Auch das soll natürlich etwas Spezielles sein", doch mehr will Andreas Draeger noch nicht verraten, denn die Abstimmungen mit dem Bürgerverein als Veranstalter stehen noch an.
Auch der Bürgerverein selbst wird mit 5000 Euro von der Sparkassenstiftung unterstützt, konkret die Literaturtage. "Wir sind glücklich, dass unserem Antrag entsprochen wurde", gesteht Vereinsvorsitzender Dieter Kreutzer. Das Geld werde Bestandteil der Gesamtfinanzierung und "schafft uns Sicherheit für die Aktivitäten". Am ersten Sonntag im Juli steht mit dem 5. Bücherfest ein kleines Jubiläum an, das man gebührend ausrichten möchte. Derzeit entsteht das Programm. Dieter Kreutzer unterstreicht, dass es wieder neue Teilnehmer geben werden und man anstrebt, dass sich die Prignitz-Städte noch mehr präsentieren, sich selbst vorstellen. Derweil werden die Flyer und Lesezeichen schon gedruckt, sind die Literaturtage im Veranstaltungskalender der Stadt und im Urlaubsjournal beworben. "Mit den finanziellen Möglichkeiten können wir nun auch die Großflächenwerbung über die Prignitz hinaus realisieren."
Strahlende Augen auch beim künstlerischen Leiter der Lotte-Lehmann-Woche Angelo Raciti, denn auch für jene gab es 5000 Euro. "Wir sehen darin vor allem eine Wertschätzung unserer Arbeit." In der Sparkasse Prignitz habe man einen souveränen Partner, der sein Engagement für die Jugend in der Region an Projekten von Vereinen festmache. "Die Jugend ist und bleibt ein Gesichtspunkt, den wir nicht aus dem Auge verlieren werden", unterstreicht Angelo Raciti. Die Lotte-Lehmann-Woche sei letztlich auch ein Forum, um junge Talente zu entdecken, die in vier bis fünf Jahren reif sind für die Lotte-Lehmann-Akademie.
Und Raciti führt Sophia Körber, Maximilian Klakow und Julia Schumacher als Beispiele an. Mit Blick auf die Lotte-Lehmann-Woche 2010 sei man jetzt dabei, mit den Dozenten die Themen zu besprechen. Mitte bzw. Ende Februar werden die Flyer dann gedruckt. "Wir haben den Ehrgeiz, dass 25 bis 30 Teilnehmer beim Sommerkurs dabei sind. Mehr ist dann aber auch kaum machbar."

 

 

 

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04.07.2010 5. Perleberger Bücherfest  
     
     
     
     

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