Bürgerverein Perleberg
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Rundbrief 2/2005 ( Rundbrief 2_05.pdf  113 kB)

Rundbrief 1/2005 ( Rundbrief1_05.pdf  111 kB)

 

03.11.2005

Quellenangabe: Auszug aus der Märkisch Allgemeine vom 03.11.2005

Wirtschaftsförderer zieht um

"Knaggenhaus" am Großen Markt in Perleberg wird belebt

PERLEBERG In das Haus Großer Markt 4 in Perleberg zieht Leben ein. Der Geschäftsführer der Wirtschaftsfördergesellschaft Prignitz, Uwe Büttner, wird in das " Knaggenhaus", so die mittlerweile gebräuchliche Bezeichnung, umziehen. "Das ist ein großer Erfolg für die Stadt Perleberg", begrüßte Bürgermeister Manfred Herzberg die Entscheidung. Auf die Weise sei es gelungen, sowohl das für viel Geld sanierte älteste Haus der Stadt zu nutzen, als auch den Großen Markt weiter zu beleben. Zudem sei die Ansiedlung der Wirtschaftsförderung ein "wertvoller Baustein" auf dem Weg der Kreissstadt in Richtung Mittelzentrum.

"Die neue Förderpolitik des Landes stellte uns vor die Frage, wie wir die Wirtschaftsförderung in der Prignitz gestalten", ergänzte Edelgard Schimko, Geschäftsbereichsleiterin für Wirtschaft beim Landkreis Prignitz. Danach habe die Gesellschafterversammlung beschlossen, Verhandlungen mit den Ämtern Lenzen, Bad Wilsnack-Weisen und Meyenburg über deren Beitritt aufzunehmen. "Als Option ist im Gespräch, auch Wittstock und Heiligengrabe mit ins Boot zu holen sowie in Richtung Kyritz zu verhandeln", sagte sie. Gesellschafter sind bisher die Städte Wittenberge, Perleberg und Pritzwalk, der Landkreis Prignitz sowie die Gemeinde Karstädt.

Ebenfalls im Gespräch ist der Umzug des Fremdenverkehrs- und Kulturvereins aus der Wittenberger Straße an den Großen Markt. "Dort fehlt aber bisher noch ein Vorstandsbeschluss", schränkte Edelgard Schimko ein.

Für den Bürgermeister sowie den Vorsitzenden des Bürgervereins, Dieter Kreutzer, ist die Entscheidung derWirtschaftsförderer eine goldrichtige: "Hier stimmt einfach alles, eine besser Nutzung kann man sich für dieses Haus gar nicht vorstellen", meinte der Bürgervereinsvorsitzende.

Uwe Büttner wird, wenn alles klappt, bereits im nächsten Frühjahr im neuen Domizil zu erreichen sein. Gleichzeitig wird die Wirtschaftsfördergesellschaft um eine Stelle aufgestockt, sodass Berater in Wittenberge und im Rathaus Pritzwalk sitzen, wo sie "näher an den Firmen" seien.
ANDREAS KÖNIG


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29.08.2005

Quellenangabe: Auszug aus der Märkisch Allgemeine vom 29.08.2005

Sport und Spaß den ganzen Tag

Erster Bürger- und Sportlerball als krönender Abschluss

PERLEBERG Das 2. Perleberger Stadtsportfest am vergangenen Samstag war eine gelungene Veranstaltung. Zahlreichen sportliche Wettkämpfe sorgten ebenso für Unterhaltung wie der erste Bürger- und Sportlerball am Abend in der Rolandhalle.

Den ganzen Tag über wurden die verschiedensten Sportarten ausgeübt. "Die Beteiligung war besser als im vergangenen Jahr, das Wetter war sehr gut. Es hat heute alles gestimmt", freute sich Martin Sengebusch, Sachgebietsleiter Kultur der Stadt Perleberg, nach Ende aller sportlichen Aktivitäten. Als krönender Abschluss des Tages stand am Samstagabend der erste Bürger- und Sportlerball in der Rolandhalle an. Rund 200 Besucher kamen, um den Tag bei einem kleinen sportlichen Programm sowie Livemusik ausklingen zu lassen. Die Aikido-Sportler des SV Blau-Weiß Perleberg eröffneten den Ball mit kurzen Show-Vorführungen. Im Anschluss sorgten die Cheerleader des SSV Einheit Perleberg für Stimmung.

Der Bürgerverein der Stadt Perleberg nutzte die Veranstaltung, um den Wettbewerb zur besten Fassadengestaltung auszuwerten. Schon seit vielen Jahren engagiert sich der Bürgerverein dafür, die Stadt lebens- und liebenswerter zu machen. Vom Verein kam auch die Idee, die City mit mehr Blumen zu verschönern. Mit Unterstützung der Stadt Perleberg wurde dieses Unternehmen in Angriff genommen. Die Veränderungen sind vielerorts zu sehen, unter anderem an den Laternen am Großen Markt. Beim Fassadenwettbewerb wurden die Einwohner belohnt, die sich an dem Verschönerungskonzept beteiligt hatten. Rund 30 Fassaden der Perleberger Innenstadt standen im Wettkampf zur Auswahl. Die Familien Schutta, Mauerstraße 2, Luchs, Heilige-Geist-Straße 12, Pehlke, Kirchplatz 15, Titz, Großer Markt 14, Wagner, Großer Markt 13, sowie die Familie Zander, Wittenberger Straße 3, durften sich über die Prämierung ihrer Fassade und einen Geldpreis in Höhe von je 50 Euro freuen. "Wir hoffen, dass sich im nächsten Jahr noch mehr Einwohner an dieser Aktion beteiligen. Vor allem die Geschäftsleute in der Bäckerstraße könnten in diesem Bereich mehr machen", erklärte Klaus Voigt vom Perleberger Bürgerverein.
SVEN BORNSCHEIN

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27.08.2005

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 27.08.2005

Stadt schließt einen Verkauf aus

Perleberg • „Die Stadt hat nicht die Absicht, den Großen Markt 4 zu verkaufen, das war zu keiner Zeit geplant", trat gestern der stellvertretende Bürgermeister Hans Rothbauer Gerüchten entgegen, die Stadt wolle das Haus veräußern. In die Sanierung des denkmalgeschützten Gebäudes flossen bisher über 500000 Euro, davon 300000 Euro an Fördermitteln. Gebunden sind daran Auflagen. So müsste die Stadt den Förderanteil zurückzahlen, wenn sie das historische Gemäuer verkaufen wollte.Richtig sei, so Rothbauer, dass die städtischen Finanzen einen Innenausbau bisher nicht zuließen, so dass das Fachwerkhaus seit mehreren Jahren ohne Nutzung ist. Daher sei die Stadt sehr an einem Interessenten gelegen, der den Ausbau selbst vornimmt und die Kosten mit dem Mietzins verrechnen kann. Was das Land als Fördermittelgeber betreffe, sei es zu Zugeständnissen bereit, dass in das Haus nicht mehr nur eine rein öffentliche Nutzung einzieht. Ausschließen würde man natürlich eine Sprelothek oder ähnliches. Die Nutzung würde man auch mit dem Bürgerverein abstimmen, denn seinem großen Engagement sei zu verdanken, dass die Knaggenfiguren restauriert werden konnten und jetzt auch die Schriftbalken aufgearbeitet werden. „Das Haus ist eine Perle für uns und soll auch weiter Motivation für die Bürger sein, sich für die Innenstadt zu engagieren", unterstrich Rothbauer.
M.D.

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16.08.2005

Quellenangabe: Auszug aus der Märkisch Allgemeine vom 16.08.2005

"Hier ist was am Werden"

Bürgervereinsspitze zog Zwischenbilanz und gab Ausblicke

PERLEBERG Der Perleberger Bürgerverein hat viele seiner Projekte abgearbeitet, die sich die Mitglieder im März auf die Fahnen geschrieben hatten. Das gaben gestern Vorsitzender Dieter Kreutzer und Geschäftsführer Klaus Röpke bekannt, als sie einen Zwischenbericht und Ausblicke auf künftige Vorhaben gaben.

Das Ziel, die Mitgliederzahl auf 260 zu erhöhen, stehe nach wie vor, obwohl schon eine Steigerung erreicht werden konnte. Zurzeit zähle der Verein nämlich 253 Mitglieder. Bereits komplett abgearbeitet seien die Projekte Zusammenarbeit mit dem Museum, Unterstützung der Lotte-Lehmann-Woche, des Roland- und Schützenfestes, des Perleberg-Festivals und von Stadtführungen. Der 2. Knaggenkalender sei erschienen und auch der 7. Perleberg-Tag ein Erfolg gewesen.

Der 3. Trausaalabend habe bisher nicht stattgefunden. Dies, so glaubt Kreutzer, wäre bei der Fülle der Veranstaltungen vielleicht auch gar nicht so gut gewesen. Während dies für 2005 vom Tisch sei, wolle der Bürgerverein wie geplant den zweiten virtuellen Stadtführer in Perleberg installieren - am Kiosk am Effi. Im nächsten Jahr werde dann die Technik des virtuellen Stadtführers im Antiquariat verbessert.

Die vorgesehene Erweiterung des Antiquariats sei um die Einrichtung eines Lesegartens vorangeschritten, um die Bepflanzung und das Füllen der beiden Räume mit Büchern. Ehrenamtliche Kräfte sorgen dafür, dass das Antiquariat inzwischen an jedem Tag geöffnet habe. Dennoch werde auch in Zukunft am Antiquariat gearbeitet.

Einen weiteren Erfolg konnte der Bürgerverein mit dem Anbringen der letzten restaurierten Knaggenfiguren am Haus Großer Markt 4 verbuchen und feiern. "Beim Knaggenfest haben wir gemerkt, wie begeistert die Perleberger über das Zustandekommen der Arbeiten waren", sagte Kreutzer. Er kündigte an, dass im kommenden Jahr die beiden Balkeninschriften in gotischer Kleinschrift wieder hergestellt werden sollen, um zu einer weiteren Verstärkung der Anziehungskraft der "Wohnstube Perlebergs" beizutragen. Damit die Inschriften dieselbe Handschrift wie die restaurierten Knaggen tragen, werde Andreas Mieth die Arbeiten übernehmen, die im späten Frühjahr beginnen sollen und etwa sechs Wochen in Anspruch nehmen.

Ein anderes Vorhaben werde derzeit realisiert - die Mitarbeit bei der Ausrichtung des ersten Bürger- und Sportlerballs am Sonnabend, 27. August, ab 19.30 Uhr in der Rolandhalle. Dort wolle der Bürgerverein den Fassaden- und Balkonwettbewerb auswerten. Es sei vorgesehen, sechs Bürger auszuzeichnen, die sich im Innenstadtbereich um den Fassadenschmuck, insbesondere um den Blumenschmuck, kümmern. Alle Interessenten seien willkommen. Mitglieder des Bürgervereines werden gebeten, ihre Teilnahme im Bild- und Rahmengeschäft bei Kerstin Bock oder im Antiquariat am Großen Mark 4 zu melden.

Als viel versprechend stufte Dieter Kreutzer die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft "Bücherstadt Perleberg" ein. Wie er sagte, könnte 2006 in Perleberg erstmals ein Büchertag organisiert werden, der sich zu einem festen Termin entwickeln könnte. Ein Mal im Monat von März bis Oktober würde der Tag die Perleberger Innenstadt zu einem Anziehungspunkt machen, wobei auch die Vereine begeistert werden sollen, sich für Perleberg einzuspannen. Schon bei der ersten Arbeitsberatung am 10. August wurden mehrere gute Ideen entwickelt, sodass der Bürgervereinsvorsitzende einschätzte: "Hier ist was am Werden."
BIANKA BOOCK

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Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 16.08.2005

Perleberg soll Bücherstadt werden

Büchertage sollen Besucher anziehen / Bürgerverein will auch Spruchbalken restaurieren

Perleberg • Der Bürgerverein stellt sich neue Ziele: Nach den Knaggenfiguren sollen jetzt die Spruchbalken am Großen Markt 4 restauriert werden. Als Marketingmaßnahme wird die "Bücherstadt Perleberg" vorbereitet.

Informationstafeln an historisch bedeutsamen bzw. stadtbildprägenden Gebäuden – dazu ein Flyer für den eigenen Stadtrundgang, Perleberg-Tage, Unterstützung von Lotte-Lehmann-Woche, Perleberg-Festival, Roland-und Schützenfest, das Antiquariat – die Aktivitäten des Bürgervereins Perleberg sind nicht mehr wegzudenken aus dem Leben der Stadt. Vielen Perlebergern und Gästen ist das Knaggenfest noch in guter Erinnerung, mit dem der Sanierungsabschluss der 13 in Norddeutschland einzigartigen Figuren des Großen Marktes 4 festlich begangen wurde.

Jetzt stellt sich der auf fast 260 Mitglieder angewachsene Verein (die Zahl 260 soll noch 2005 erreicht werden) das Ziel, die zwei Spruchbalken restaurieren zu lassen, damit das um 1525 errichtete Fachwerkhaus für Besucher der Stadt noch attraktiver wird. In Absprache mit der Denkmalbehörde führt der Restaurator, der auch die Knaggenfiguren aufarbeitete, die Arbeiten im Frühjahr 2006 aus.

Was an dem Gebäude nach fast zehn Jahren immer noch aussteht, sind der Innenausbau und die Nutzung. Die Finanzlage der Stadt lässt keinen Spielraum für einen Innenausbau zu. Bliebe nur ein Verkauf. Gespräche mit dem Land als Fördermittelgeber hätten ergeben, dass dies denkbar sei, bei Verrechnung des Fördersatzes, erfuhr der "Prignitzer" von Bauamtsleiter Wolf-Rüdiger Bleeck. Versuche, einen Interessenten zu finden, brachten bisher noch nicht das gewünschte Ergebnis.

Zu den Aufgaben, die der Verein beschloss, gehört auch die Erweiterung des Antiquariats. Der Lesegarten wird 2006 eingeweiht, zwei zusätzliche Räume sind mit Büchern gefüllt. Freuen würde sich der Verein über weitere ehrenamtliche Hilfe, um das Antiquariat an allen Wochentagen öffnen zu können.

Was nicht nur Perleberger interessieren dürfte – in Vorbereitung sind ab 2006 monatliche Büchertage, die Perleberg über die Region hinaus zur Bücherstadt machen sollen. Eine erste Arbeitsberatung mit weiteren Partnern fand statt (der "Prignitzer" berichtet noch ausführlicher), eine weitere folgt in vier Wochen.
M.Drössler

 

Foto: BVP

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14.07.2005

Quellenangabe: Auszug aus der Märkisch Allgemeine vom 14.07.2005

Spende für die Lotte-Lehmann-Woche

Der Perleberger Bürgerverein unterstützt das musikalische Ereignis bereits seit Jahren

PERLEBERG Einen symbolischen Scheck in Höhe von 500 Euro überreichten gestern Kerstin Bock und Hans Peters als Vertreter des Perleberger Bürgervereins Martin Sengebusch und Wanda Hoppe vom städtischen Kulturamt für die Lotte-Lehmann-Woche. Peters erklärte: "Die Lotte-Lehmann-Woche wird sehr gut angenommen. Sie ist eine sinnvolle Angelgenheit, die wir fördern wollen." Hoppe bedankte sich für die Spende und betonte, dass der Bürgerverein, seit es ihn gibt, ein treuer Sponsor der Lotte-Lehmann-Woche ist. Auch Martin Sengebusch war erfreut über die Zuwendung. Die nächste Lotte-Lehmann-Woche beginnt am 29. Juli. Bis zum 6. August werden hier wieder 36 junge Gesangstalente aus ganz Deutschland ihren Sommerkurs abhalten. Sengebusch betonte, dass diesmal überwiegend Fortgeschrittene dabei seien. Sie würden von Dozenten auf höchstem Niveau unterrichtet. Hoppe ergänzte, dass es wohl das einzigartige Konzept sei, das der Lotte-Lehmann-Woche ihren Erfolg beschere. Auch Preisträger der vergangenen Jahre, wie Katharina Henning und Inga Philipp, werden wieder dabei sein. Sengebusch erklärte, dass die Teilnehmer der Kurse hart arbeiten müssten, ihnen aber auch die Gelgenheit geboten werde, die Region kennen und schätzen zu lernen. Alle Lehrveranstaltungen stehen übrigens Besuchern kostenfrei offen.

BERND ATZENROTH

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07.07.2005

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 07.07.2005

Marktplatzgestaltung und Knaggenhaus

Bürgermeister lud turnusmäßig zum Pressegespräch

Perleberg • Marktplatz, Knaggenhaus und Hangar, das waren die bestimmenden Themen des gestrigen Pressegesprächs beim Bürgermeister.

Die weitere Gestaltung des Großen Marktes ist ein Dauerbrenner. Doch jetzt kommt scheinbar richtig Bewegung hinein. Nachdem schon die ersten blühenden Zeichen hier gesetzt wurden und Gymnasiasten ihr Projekt zur Marktplatzgestaltung auch den Stadtverordneten vorgestellt haben, wurden im kleinen Kreis, zu dem Architekten, BIG-Städtebau und Verwaltung gehörten, alle bisher aufgelisteten Vorschläge und Anregungen beraten. Eine zweite Runde ist bereits festgemacht, wo es dann auch schon um Fragen der Verkehrsführung bzw. einer seichten Beparkung des Marktplatzes gehen soll. "Die eigentliche Grundlage für die weitere Gestaltung des Großen Marktes bildet das Schülerprojekt. So wird, da die Schüler jetzt Ferien haben, an der nächsten Beratung ihre Lehrerin teilnehmen", informierte Manfred Herzberg.

Für die Stadt überaus positiv schlage zu Buche, dass es durchaus die Möglichkeit gibt, das mit Städtebaufördermitteln sanierte Knaggenhaus auch an private Interessenten zu vermieten. Bedingung sei aber, dass ihr Konzept zum Charakter des Hauses passe. Eine entsprechende Auskunft erhielt der Bürgermeister bei einem Gespräch mit dem zuständigen Leiter der Abteilung für Städtebauförderung des Landesamtes für Bauen und Verkehr, Außenstelle Cottbus. In Frage komme aber nur ein Vermieten, da Fördermittel geflossen sind und vor allem auch der Bürgerverein über Spenden für die Restaurierung der Knaggen gesorgt habe. Bis dato besagte die Beauflagung, dass ausschließlich an öffentliche Träger vermietet werden könne.

Die Handwerkskammer allerdings, die mit einem Einzug ins Knaggenhaus geliebäugelt hatte, hat nun doch definitiv abgesagt. Sie gab dem Anwesen am Bahnhof, wo zuvor der WTAZV seinen Sitz hatte, aufgrund von Parkplätzen den Vorzug.

Von der Brandenburgischen Bodengesellschaft wurde signalisiert, dass der Aero-Club einen Antrag auf Kauf des von ihm bereits genutzten und unter Denkmalschutz stehenden Hangar stellen kann. "Und das werden wir hundertprozentig auch tun", freut sich Vereinsvorsitzender Hans-Dieter Kussmaul. Denn viele Jahre habe man sich darum schon bemüht. Dass sich damit nun auch die Chance eröffne, Strom und Wasser raus zum Flugplatz zu verlegen, hält er allerdings eher für unwahrscheinlich. "Ein Trafohäuschen müsste gebaut werden und wir sind hier der einzige Abnehmer. Gleiches gilt für Wasser. Da müsste ein Stichleitung verlegt werden. Das Wasser, was Ostern eingespeist wird, bekämen wir Weihnachten", fügt er scherzhaft an, denn das Anwesen sei einfach zu weit draußen.

Doris Ritzka

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02.07.2005

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 02.07.2005

Junge Perlebergerin verzauberte das Publikum


Perleberg-Tag in Aula des Gymnasiums verlegt


Perleberg • Wettermäßig steht der Perleberg-Tag die letzten Jahre unter keinem guten Stern - vom Programm hingegen aber allemal. Auch in diesem Jahr war mit Inga Philip wieder ein Kind der Stadt der Gast gestrigen des Abends. Inga machte vor drei Jahren am Gottfried-Arnold-Gymnasium ihr Abitur und schon während der Schulzeit musikalisch von sich Reden. Der Musik ist sie treu geblieben, hat jetzt bereits ihre Band. Und mit dieser verzauberte sie zum Perleberg-Tag das Publikum. Allerdings erlebte dieses das Konzert nicht wie angekündigt im romantischen Ambiente des Museumshofes, sondern musste dem Wetter geschuldet in die Aula des Gymnasiums umziehen. Doch das tat dem klangvollen Abend keinen Abbruch.
Einen festen Platz hat der Perleberg-Tag im umfangreichen kulturellen Angebot der Stadt. Gerade Letzteres wertete Dieter Kreutzer, Vorsitzender des Bürgervereins, als überaus positiv. Immer mehr Bürger engagieren sich ehrenamtlich in den verschiedensten Vereinen und Freundeskreisen wie Oldtimerfreunde, Lotte-Lehmann-Woche und Perleberg-Festival. Dass man erstmalig gemeinsam mit dem Kulturverein den Perleberg-Tag durchführt, sei nicht zuletzt ein Beispiel, wie es funktionieren kann und funktioniert. Das zunehmende Miteinander von Verwaltung und ehrenamtlichem Engagement trage letztlich dazu bei, das Leistungspotential der Stadt und ihrer Bürger in seiner ganzen Breite darzustellen und somit die Attraktivität Perlebergs weiter zu erhöhen. Das neue, große Vorhaben des Bürgervereins, Perleberg zur Bücherstadt zu machen, könnte dabei eine weitere Bewährungsprobe für das enge Miteinander vieler werden. „Es ist eine Chance für die Stadt, die man nutzen sollte", betonte Dieter Kreutzer. dr

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30.05.2005

Quellenangabe: Auszug aus der Märkisch Allgemeine vom 30.05.2005

Nächtliches Knaggenfest

Figurenschmuck am ältesten Perleberger Fachwerkhaus wieder komplett

PERLEBERG Die hochsommerlichen Temperaturen verliehen am Sonnabend zu später Abendstunde dem "Knaggenfest" des Perleberger Bürgervereins am Großen Markt 4 ein südländisches Flair. Die Freiwillige Feuerwehr reichte Schmalzstullen zur Stärkung, und auch bei den Getränken griffen die vielen Perleberger, die links und rechts vor dem ältesten Fachwerkhauses der Rolandstadt saßen, gern zu. Dazu boten zwei Musiker passende Melodien dar. Die Idee des Bürgervereinsvorsitzenden Dieter Kreutzer traf augenscheinlich einen Nerv der Kreisstädter, die immer gern kommen, wenn eine Kulturveranstaltung angeboten wird, zu welcher das Ensemble des historischen Stadtkerns die Kulisse bietet.

Kreutzer stellte eingangs fest: "Wir können uns freuen, dass dieses Haus wieder seinen Schmuck hat", denn das Fest wurde angesichts der Tatsache gefeiert, dass alle 13 Knaggenfiguren wieder die Fassade des Großen Marktes 4 zieren. Kreutzer dankte allen, die mit dazu beigetragen haben, dass über 30 000 Euro für die Restaurierung bzw. Neuanfertigung der Knaggenfiguren aufgebracht wurden. Der Erfolg des ehrgeizigen und zu Anfang gar nicht absehbaren Projektes zeige, wozu Bürgerengagement fähig ist. Kreutzer rief dazu auf, "unsere Stärken" zu betonen. In diesen Tagen ist es wichtig, Optimismus zu verbreiten und andere mit diesem Optimismus anzustecken, denn "um uns selbst müssen wir uns selber kümmern!" Der Bildhauer Andreas Mieth gab kurz einen Einblick in seine Arbeit an den Knaggenfiguren. Er freue sich, dass seine Tätigkeit am Großen Markt 4 so geschätzt wird, dass er als nächstes Projekt des Bürgerverein sich um die beiden Schriftbalken kümmern soll. Mieth wünschte den Perlebergern "mit diesem Haus viel Freude!"

Märchenerzählerin Renate Groenewegen zeichnete dann verantwortlich für ein szenisches Spiel, bei dem sechs Knaggenfiguren "lebendig" wurden. Schüler des Perleberger Gottfried-Arnold-Gymnasiums hauchten zur Freude der Zuschauer sechs Figuren Leben ein: Ritter, Bürgerfrau, Knappe, Kriegsknecht, der heilige Georg und eine Nonne. Dazu wurden Gedichte und Texte von Villon und Gryphius vorgetragen und getanzt.
WOLFRAM HENNIES

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Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 30.05.2005

Gauklerspektakel im abendlichen Perleberg

Rolandstädter Knaggen stiegen vom Podest

Perleberg • Hexenzauber ließ am Sonnabend die Knaggen am alten Bürgerhaus vom Sockel steigen und nahm die zahlreichen Besucher mit in ihre Welt und die der Gaukler.

Schöner hätte es nicht werden können, das Fest mit dem die letzten restaurierten Knaggen am ältesten Bürgerhaus der Rolandstadt wieder ihren angestammten Platz einnahmen. Die Hitze des Tages wich langsam einem lauen Abendlüftchen, als der Vorsitzende des Bürgervereins, Dieter Kreutzer, stolz verkündete, dass dank der großen Unterstützung die 13 hölzernen figürlichen Gestalten an der Giebelfassade die Hauses Großer Markt 4 wie auch der Balken samt Inschrift fachmännisch restauriert bzw. originalgetreu auch in ihrer Farbigkeit nachgebildet werden konnten. 30000 Euro kostete das bis dato umfangreichste und kühnste Projekt des Bürgervereins.

Bereits um die frühe Nachmittagsstunde hatte Diplom-Restaurator Andreas Mieth mit Paulus den letzten der Knaggen angebracht. Doch eigens für das Fest holte Renate Groenewegen, die in die Gestalt einer Gauklerin schlüpfte, mit Hexenzauber Georg, den Drachentöter, Nonne, Ritter, Knappe, Kriegsknecht, Apostel Andreas und die Bürgersfrau noch einmal von ihrem hölzernen Podest, ließ sie lebendig werden und ihre Rolle spielen eingebunden in Gedichte und Texte von Gryphius oder auch Francois Villon. Schüler des Gottfried-Arnold-Gymnasiums hatten diesen Part übernommen und gar meisterhaft in Szene gesetzt. Unterstützt wurden sie dabei von zwei "fahrenden Musikanten" aus Zwickau, einem Feuer spuckenden Fakir aus Berlin und Paula Konowalow von der Gesamtschule Glöwen, die das Publikum mit ihrem Bauchtanz wahrlich verzauberte. Das reale Leben bot den geistlichen wie weltlichen Gestalten nicht das, was sie für sich und ihren Stand in Anspruch nehmen wollten. So verbannte die Gauklerin mit Rauch und Feuer sie wieder dorthin zurück, wo sie seit 1500 die schwere Last des Fachwerks mit zu tragen haben. Den Segen für das Haus und seine in Norddeutschand einmaligen 13 figürlichen Gestalten sprach mit Tilmann Kuhn dann ein Pfarrer von Beruf und Berufung. Segenswünsche für etliche Häuser, symbolisch wie von altersher auf Papyrusrollen geschrieben, gab es dann gratis. Und das abschließende Amen beendet ein Knaggenfest, wie es ein Minnesänger nicht besser hätte besingen können.

Für das leibliche Wohl sorgten an diesem romantischen Abend, der in das Perleberg von anno dazumal entführte, die Kameraden der Feuerwehr.

Doris Ritzka

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12.05.2005

Quellenangabe: Auszug aus der Märkisch Allgemeine vom 12.05.2005

Lesegarten wird angelegt

Bürgerverein begann Gestaltung des Anitquariats -Innenhofs

PERLEBERG• Noch ist es schwer vorstellbar, dass im Sommer bereits die ersten Leseratten im Innenhof des Antiquariats am Perleberger Großen Markt sitzen sollen. Doch genau dieses Ziel hat der Perleberger Bürgerverein vor Augen, wie dessen Vorsitzender Dieter Kreutzer sagte. Die Umgestaltung des Innenhofs und des eigentlichen Antiquariats dient dem Projekt "Bücherstadt Perleberg", dessen Umsetzung der Verein auf seiner Jahreshauptversammlung beschlossen hat.

Zurzeit ähnelt das schmale Geviert jedoch eher einem Kohleplatz, weswegen Mitarbeiter des städtischen Betriebshofes hier zunächst mit Aufräumarbeiten beschäftigt sind. Mit Spitzhacke und Schubkarre entfernen sie die Steine, mit denen der Hof gepflastert war und bereiten das Aufschütten von Muttererde vor. Die Gestaltung und das Bepflanzen des Innenhofs übernehmen Vereinsmitglieder. Im Sommer soll der Lesegarten seine Pforten öffnen.
ANDREAS KÖNIG

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07.05.2005

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 07.05.2005

Blühende Farbtupfer für die Innenstadt

Bürgerverein startet Wettbewerb

Perleberg • Die Perleberger Innenstadt soll bunter werden, das hat sich auch der Bürgerverein auf die Fahnen geschrieben und setzt da auf die bewährte Unterstützung der Rolandstädter. Denn vor ihren Fenstern und auf ihren Balkons in der Innenstadt soll es mehr als bisher grünen und blühen. „So ein Bild strahlt Lebensfreude aus. Zudem sind Blumen der schönste Willkommensgruß", betont Dietmar Zigan, der vom Vorstand des Bürgervereins sich dieser Aktion angenommen hat. „In der nächsten Woche sind die Eisheiligen vorbei, so dass jeder mit dem Pflanzen beginnen kann. Für die schönsten Fenster und Balkone soll es im Spätsommer eine kleine finanzielle Anerkennung vom Bürgerverein geben."
Gewiss, nicht überall sind Blumenkästen angebracht, denn mit der Unvernunft einiger Zeitgenossen muss man leider rechnen. Doch ab erstem Obergeschoss könnte es überall blühen. Das meint auch die Stadt und hat vor den Fenstern des Bürgermeisters Blumenkästen aufgestellt. „Die Erstbepflanzung mit Stiefmütterchen haben diese bereits hinter sich, jetzt kommen Geranien rein", so der Bürgermeister. Auch mit der Bepflanzung der Lampenblumenkästen werde in der nächsten Woche begonnen.
Die AG „1. Mai" und die PDS-Fraktion übergaben am Mittwoch 160,30 Euro als Spende für eine bunte Stadt. Auf Initiative der PDS hatte die Stadtverordnetenversammlung zu dieser Aktion aufgerufen, die nicht nur von Perlebergern begrüßt werde, wie Sigrid Schönbeck von der AG betonte, die selbst auf der Veranstaltung zum 1. Mai Geld sammelte und auf viele traf, die gern einige Euros gaben. dr

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28.04.2005

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 28.04.2005

Interessenten für Markt 4 gesucht

Stadt will Eigentum günstig vermieten

Perleberg • Ein Kleinod ist es geworden, das ältestes Bürgerhaus der Stadt am Markt 4. Einziges Manko: seit Jahren steht es leer. Geht es nach dem Willen der Stadt, die hier Eigentümer ist, dann soll sich das schnell ändern. „Unser Bestreben ist es, das Haus an einen Interessenten zu vermieten", bringt es Bürgermeister Manfred Herzberg auf einen kurzen Nenner. Interessentenbekundungsverfahren heißt das im Amtsdeutsch. Dahinter verbirgt sich aber nicht anderes, als dass ein Interessent sich hier einmietet, das Haus nach seinen Vorstellungen innen entsprechend ausbaut und herrichtet und die anfallenden Kosten der Miete gegen gerechnet werden. Auf Fördermöglichkeiten machte Rita Werneke, Referatsleiterin im Ministerium für Infrastruktur und Raumordnung, bei ihrem kürzlichen Besuch in der Stadt aufmerksam.
Ein Kleinod, das die Stadt hier anbietet. 1525 vermutlich von einem Kaufmann errichtet, wurde das Haus 1998 von Grund auf saniert. Mit den Knaggen, die letzten der 13 aus Eichenholz geschnitzten Figuren werden am 28. Mai ihren angestammten Platz an der Giebelfassade einnehmen, ist es in alter Schönheit wieder erstanden und kündet von der spätmittelalterlichen Bautradition. Nicht zuletzt ein Verdienst des Bürgervereins, dem dafür Dank und Anerkennung gebührt.
Um so schmerzlicher ist es, dass ein Haus mit dieser Tradition und in das so viel Geld und Engagement geflossen sind, leer steht. Als Wohn- und Bürohaus bietet es sich förmlich an. Da die Handwerkerschaft Potsdam sich schon mit dem Gedanken beschäftigt, an einem größeren Standort in Perleberg ihre Kompetenz zu bündeln, warum nicht hier - Handwerkstradition unter dem Dach des ältesten Bürgerhauses der Stadt? Damit würde wieder ein Stück mehr Leben auf dem Großen Markt einziehen. dr

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19.04.2005

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 19.04.2005


Vertreter des Vorstandes des Bürgervereins nahmen die Auszeichnung am Sonnabend
in der Tagungsstätte "BlauArt" auf der Halbinsel Hermannswerder entgegen.        Foto: privat

Kulturpreis der SGK für Bürgerverein

Potsdam/Perleberg        Mit dem Kommunalen Kulturpreis der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik im Land Brandenburg wurde am Sonnabend der Bürgerverein Perleberg ausgezeichnet. Damit würdigte das Gremium die seit 1997 geleistete Arbeit des Vereins, die Rolandstadt für ihre Menschen und Besucher noch lebens- und liebenswerter zu gestalten. Insbesondere mit den Projekten Knaggen und Antiquariat hat der Verein sich große Verdienste erworben. In der Laudatio für die Preisträger wurde so auch betont, dass sie auf beste Art und Weise dazu beigetragen haben, generationen­übergreifend Bürgersinn zu stiften. Sie haben in hervorragender Weise das heimatliche Bandenburger kulturelle Erbe bewahrt und bereichert und leisten damit einen wichtigen Beitrag im gegenwärtigen kulturellen Leben.

Neben der großen Freude über die Auszeichnung war für Vereinsvorsitzenden Dieter Kreutzer besonders beeindruckend, wie viel ehrenamtliches Engagement in Brandenburg vorhanden ist. Mit dabei zu sein, bedeute zugleich, ein Stück von der Vitalität unserer Region nach Potsdam getragen zu haben. „Bewusst wurde einem aber auch, dass Fördermittel und Farbe allein eine Stadt nicht schön machen, die Menschen müssen es machen", betont Dieter Kreutzer, der mit dieser Auszeichnung auch die Hoffnung verbindet, dass sie für noch mehr Ansporn ist, sich selbst im Bürgerverein einzubringen und hier Mitglied zu werden.

71 Vereine bewarben sich um den Kulturpreis, sieben kamen in die engere Wahl, drei Projekte wurden ausgezeichnet und erhielten jeweils 1000 Euro.             
G. Emmermann/dr

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08.04.2005

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 08.04.2005

Kommunaler Kulturpreis für Bürgerverein

Preisverleihung am 16. April in Potsdam

Perleberg • Am 16. April wird dem Bürgerverein Perleberg der Kommunale Kulturpreis der Sozialdemokratischen Gemeinschaft für Kommunalpolitik im Land Brandenburg verliehen. Freude natürlich beim Vorsitzenden Dieter Kreutzer, werde damit die engagierte Arbeit des Vereins seit 1997 für die weitere Erhöhung der Attraktivität und Ausstrahlung der Stadt gewürdigt und insbesondere die Projekte Antiquariat und Knaggen. Ausgelobt ist dieser Preis für hervorragende kulturelle Initiativen, Projekte oder Aktivitäten und deren öffentliche Wirksamkeit in den Jahren 2003/04. Der Preis, der mit einer finanziellen Zuwendung verbunden ist, dient der Stärkung der Zivilgesellschaft und des bürgerlichen Engagements in Brandenburg.

Gleichberechtigt mit zwei weiteren Projekten wird der Kulturpreis dem Bürgerverein verliehen. 81 Projekte bewarben sich für diesen Preis, dessen Schirmherr Matthias Platzeck ist.

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19.03.2005

Bilder Mitgliederversammlung 2005

 

 

17.03.2005

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 17.03.2005

Am 28. Mai feiert Stadt Knaggentag

Jahresmitgliederversammlung des Bürgervereins

Perleberg • Es ist vollbracht: Am 28. Mai werden die letzten der 13 Knaggenfiguren am Haus Großer Markt 4 angebracht.

Selbst die kühnsten Prognosen habe man dank der großen finanziellen Unterstützung von Firmen und zahlreichen Einzelpersonen noch übertroffen, betont der alte und neue Vorsitzende des Bürgervereins Dieter Kreutzer. Ursprünglich hatte man 2006 für den Abschluss dieses kühnen Projektes ins Auge gefasst. Entsprechend publikumswirksam soll nun auch der Tag begangen werden, an dem die letzten hölzernen Figuren ihren angestammten Platz am Giebel des Hauses Großer Markt 4 einnehmen.

Und dann geht es nahtlos weiter. Neue Vorhaben des Bürgervereins stellte Dieter Kreutzer auf der Jahresmitgliederversammlung vor. Dazu zählt die Restaurierung der Balkeninschrift am Knaggenhaus. Ca. 5000 Euro wird das kosten. Die Ausschreibung solle noch in diesem Jahr erfolgen, die eigentliche Aufarbeitung 2006.

Das zweite große Vorhaben des Bürgervereins ist die Bildung einer Arbeitsgemeinschaft "Bücherstadt Perleberg". Damit wolle man einer Tradition wieder Leben einhauchen, denn zu DDR-Zeiten soll es keinen namhaften Buchillustrator gegeben haben, der nicht in Perleberg war. Mit dem Antiquariat des Bürgervereins, einem weiteren in der Parchimer Straße sowie zwei Buchhandlungen, einer Stadtbibliothek und einem Museum mit überaus interessanten Buchbeständen habe die Rolandstadt eigentlich alles, um zur Bücherstadt zu avancieren. Voraussetzung sei allerdings, dass jeder sich mit einbringe, betonte Kreutzer. Auch das vereinseigene Antiquariat, das mittlerweile auf einen Bestand von über 5000 Bücher aller coleur aufweisen kann, soll noch mehr zu einer Stätte werden, wo man sich trifft und in gemütlicher Atmosphäre Zeit und Muße zum Stöbern findet, aber zugleich auch Wissenswertes über die Stadt und deren Angebote erfährt. So soll die Gestaltung des angrenzenden Hofes in den nächsten Monaten in Angriff genommen werden. Auch die Öffnung am Sonnabend bzw. einmal im Monat ein Büchertag, kombiniert mit einem Flohmarkt, sei vorstellbar. Ein weiteres Ansinnen ist, hier ein Haus der Vereine einzurichten. In Verbindung mit dem Knaggenhaus, das jetzt zwar in alter Schönheit erstrahlt, in das nun aber auch richtiges Leben ziehen sollte, eröffnen sich noch vielfältige Möglichkeiten.

Einstimmig gewählt wurde ein neuer neunköpfiger Vorstand. Auf breite Resonanz stießen auch die neuen Vorhaben. dr




Eva Stange ist eine der Aktiv-Senioren,
wie sie sich scherzhaft nennen,
die die Geschicke im Antiquaritat lenken.
Fotos: D. R.

 

 

 

 

 

 

Quellenangabe: Auszug aus der Märkisch Allgemeine vom 17.03.2005

Bücherstadt an der Stepenitz

Bürgerverein Perleberg: Buch- und Trödelmarkt soll Innenstadt beleben

PERLEBERG Die Kreisstadt soll um ein werbewirksames Aushängeschild reicher werden: "Bücherstadt Perleberg" heißt nicht nur der geplante Titel einer Arbeitsgemeinschaft im Bürgerverein, sondern ist auch eines der großen Ziele des Vereins für 2005.

Dem stimmte die Mitgliederversammlung am Dienstagabend einhellig zu. Vereinsvorsitzender Dieter Kreutzer pries das Wiederaufleben dieser Idee als Chance, perspektivisch die Innenstadt attraktiver zu gestalten. "Wir haben zwei Buchhandlungen, mittlerweile zwei Antiquariate, die Stadtbibliothek und sogar eine Tradition mit dem Verleger Grunick, das sind doch gute Voraussetzungen", meinte der Dieter Kreutzer. Er könne sich vorstellen, den letzten Sonnabend im Monat zum Büchertag in Perleberg zu erklären. "Wenn man das Ganze mit einem Trödelmarkt garniert, spricht sich das sehr schnell rum, und kann dazu beitragen, wieder Leben in tote Ladenlokale zu bringen."

Das neue Ziel ist unter anderem notwendig geworden, weil eine der großen Aufgaben der vergangenen Jahre praktisch gelöst ist: Die Wiederherstellung der mittelalterlichen Knaggenfiguren am Haus Großer Markt 4 in Perleberg steht kurz vor der Vollendung. "Am 28. Mai ist Knaggentag", verkündete der Vorsitzende. Bis dahin habe es der Verein mit Hilfe zahlreicher Spender geschafft, ein städtebauliches Kleinod wieder erstehen zu lassen. Doch damit erschöpfen sich die denkmalschützerischen Ambitionen des Bürgervereins nicht. Als nächstes Vorhaben sollen auch die Balkeninschriften an dem Haus erneuert werden.

Wegen der schwieriger gewordenen Rahmenbedingungen müsse Perleberg sich auf die eigene Kraft besinnen, erklärte Dieter Kreutzer und zitierte ein Brecht-/Eissler-Chanson mit den Worten "Um uns selber müssen wir uns selber kümmern." Gerade in den hunderten und tausenden Vereinsmitgliedern der Stadt schlummere ein ungeheures Potenzial. "Wenn man das bündeln könnte", schwärmte Kreutzer.

Besser als erwartet habe sich das Antiquariat des Bürgervereins auf dem Großen Markt entwickelt. Waren für das vergangene Jahr Einnahmen von rund 2900 Euro geplant, spielte die Einrichtung über 4500 Euro ein. Das und der vergleichsweise ergiebige Spendenstrom versetzt den Verein in die Lage, weitere anspruchsvolle Vorhaben anzugehen. So ist geplant, das Antiquariat zum Innenhof hin zu erweitern, um Besuchern im Sommer einen schönen Platz zum Verweilen zu bieten.

Der Sportlerball, der 2004 Premiere hatte, soll mit Hilfe des Vereins als Bürgerball fortgeführt werden. Es sollen Einwohner eingeladen werden, die sich in irgendeiner Weise für die Stadt engagieren. Zudem möchte der Verein einen Fassaden- und Balkonwettbewerb aus der Taufe heben. "Das ist ein wirksames Instrument des Stadtmarketings", erläuterte Kreutzer, "auf das man nicht verzichten sollte."
ANDREAS KÖNIG

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