Bürgerverein Perleberg
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29.09.2004

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 29.09.2004

500 Euro-Spende für Knaggenfiguren

Bürgerverein lobt praktizierte Gemeinsamkeit

Einen Umschlag mit 500 Euro übergab gestern die PDS-Stadtfraktion an den Bürgerverein für die Restaurierung der noch fehlenden fünf Knaggenfiguren. Rainer Ramin, seit der jüngsten Kommunalwahl Vorsitzender der Stadtverordnetenversammlung, hatte aus seinem Salär 300 Euro gestiftet, Andrea Löttge und Thomas Domres steuerten je 50 Euro bei und die PDS-Fraktion legte aus ihrer Kasse noch mal 100 Euro drauf, so dass Dieter Kreutzer als Vorsitzender des Bürgervereins gestern 500 Euro entgegen nehmen konnte.

"Acht der 13 Knaggenfiguren wurden bereits restauriert. Wir sind auf dem guten Weg, dass 2005 die restlichen fünf Figuren angebracht werden können ­ viel früher als ursprünglich gedacht, so dass wir schon nach neuen Schwerpunkten Ausschau halten können ", freute sich Dieter Kreutzer.

Was er für ganz wichtig hält: " Die Anziehungskraft Perlebergs macht nicht aus, ob hier Poller liegen oder stehen, sondern das sind die äußeren und inneren Werte und dazu gehört eine Stadtkultur, die geprägt wird durch eine praktizierte Gemeinsamkeit. Nur dadurch besteht eine Chance, im Wettbewerb der Städte zu bestehen."

Die praktizierte Gemeinsamkeit ließ auch das Antiquariat im Großen Markt 5 wachsen und gedeihen. Fast 4000 Bücher sind inzwischen per Computer erfasst. Zehn Frauen sichern in ehrenamtlicher Tätigkeit die Öffnungszeiten ab, kümmern sich um die Bestandspflege und den Bücherverkauf. Die knapp 4000 Bücher sprengen aber schon längst den räumlichen Rahmen, so dass der Verein daran ging, das Antiquariat durch zwei Räume zu erweitern. Die Arbeiten sind allerdings noch nicht abgeschlossen. Notwendig ist noch ein Wanddurchbruch und das Einsetzen einer neuen Tür, auch fehlt in den beiden Räumen der Fußbodenbelag. Eine Vision des Vereins ist, den Innenhof so herzurichten, dass sich Bücherfreunde bei schönem Wetter auch mal nach draußen "zum Schmökern" setzen können.
Was im Moment das Wichtigste ist: " Wir brauchen noch unbedingt Regale für die Bücher ", unterstrich Dieter Kreutzer. Wer helfen kann, sollte sich im Antiquariat melden.

M. Drössler

Vereinsvorsitzender Dieter Kreutzer freut sich über die 500 Euro der PDS, überreicht von Andrea Löttge und Rainer Ramin.

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10.06.2004

"Stummer Stadtführer"liegt vor

Die Zusammenarbeit des Bürgervereins mit der Stadtverwaltung und der BIG Städtebau GmbH hat zu einem sehr guten Ergebnis geführt. Unter dem Titel "Perleberg entdecken" liegt nun seit gestern ein Stadtführer für den Rundgang durch die historische Altstadt vor.
Er enthält wunderbare Erläuterungen zur Stadtgeschichte, zur Umlandfunktion der Stadt, zu den erfolgreichen Bemühungen zur Altstadtsanierung seit 1990 und insbesondere Fotos von architektonisch oder stadtgeschichtlich bedeutsamen Häusern, die von unserem Verein mit Hinweistafeln versehen wurden. Die Texte von Frau Martina Hennies und die Fotos aus dem Archiv der BIG STÄDTEBAU IN BRANDENBURG (Uwe Rogal), dem Fotoatelier Ellmenreich und Herrn Dr. Wolfram Hennies zeugen von der Verbundenheit mit unserer schönen Stadt.


05.07.2004

Kooperation statt Untergang


Perleberg-Tag zur Zukunft Prignitzer Kultureinrichtungen


Der Perleberger Bürgerverein führt seit 1999 alljährlich einen "Perleberg-Tag" durch. Am Freitagabend kamen viele Vereinsmitglieder, darunter Landtagsabgeordneter Thomas Domres und Bürgermeister Dietmar Zigan in den Hof des Perleberger Museums.

Thema des "Perleberg-Tages" war die angestrebte Zusammenarbeit der Städte Wittenberge und Perleberg auf den Gebieten Kultur und Tourismus. "Gemeinsam sein oder nicht mehr sein", so war der Vortrag doppelsinnig betitelt, den Dr. Oliver Hermann, Leiter des Kultur-, Sport- und Tourismusbetriebes der Elbestadt hielt. Jeder soll sich auch auf die Identität des anderen einlassen, wenn es zu einem lebendigen Austausch kommen solle. Jede Stadt setze sich in Beziehung zur anderen, was man in der Vergangenheit auch mit "geliebter Feind - gehasster Freund" habe umschreiben können. Susanne Köstering, Geschäftsführerin des Museumsverbandes des Landes Brandenburg, erinnerte, dass Museen Orte sind, wo Identität, Bürgersinn und Bürgerstolz gestiftet werden. Es solle unbedingt der besondere Charme des Perleberger Museums, erhalten bleiben, welcher der langjährigen Museumsdirektorin Hilde Arndt zu verdanken sei. Die Perleberger Museumssammlung, "die ihresgleichen in Anzahl und Qualität sucht" verkörpere die in Objekten verdinglichte Geschichte der Stadt, fuhr Susanne Köstering fort. Hinzu komme, dass Perleberg über Jahrzehnte die Funktion eines Kreismuseums innehatte. Dieser Gedanke müsse wieder aufgenommen und in Form eines Qualifizierungsmuseums für die Region in die Praxis umgesetzt werden. Die Verbandschefin äußerte die Meinung, dass beide Orte nur gestärkt aus einer Kooperation herausgehen können. Eine rege Diskussion beim Spanferkelessen beschloss den diesjährigen "Perleberg-Tag".

Dr. Wolfram Hennies

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17.05.2004

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 17.05.2004

Apostel blicken auf Perleberger Markt

Sonnabend wurden vier Knaggen angebracht

Perleberg Bis Sonnabend sahen die zwei Knaggenfiguren an der Perleberger Hausfassade am Großen Markt 4 etwas verloren aus.Doch jetzt sind sie schon zu sechst.
Ursprünglich sollen 13 Figuren das im Jahr 1525 erbaute Gebäude geziert haben. Der Perleberger Bürgerverein hat es sich zur Aufgabe gemacht, sie je nach Erhaltungszustand restaurieren oder durch Kopien ersetzen zu lassen.

"Das ist heute ein richtiger Rutsch", freut sich der Vereinsvorsitzende Dieter Kreutzer. Die drei Apostel Paulus, Johannes und Andreas lehnen noch an einem der Bücherregale im Antiquariat, während Diplomrestaurator Andreas Mieth die Bürgerfrau am Seitengiebel anbringt. "Die Leute sind neugierig, wie es voran geht, das merken wir an den häufigen Fragen", so Kreutzer. Viele würden spenden, und wer ein Buch im Antiquariat kauft, beteiligt sich ja auch an der Finanzierung.
Und Kreutzer ist zuversichtlich, dass auch die noch fehlenden Figuren in absehbarer Zeit auf den Perleberger Markt werden blicken können. Wenn erst mal das Antiquariat vergrößert werde und auf dem Hof ein Café Leseratten einlädt, würden sicher noch viel mehr Kunden kommen, hofft Dieter Kreutzer.

Hanno Taufenbach

 

 

04.03.2004

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 04.03.2004

Antiquariat erhält weitere Räume


Mehr Fläche für Bücher und Besucher

Perleberg • Das Antiquariat des Bürgervereins am Großen Markt 7 platzt aus allen Nähten. So können Bücherspenden, die eingehen, nicht mehr präsentiert werden. Jetzt ziehen der Vermieter (GWG), der Verein und die Stadt an einem Strang, das Antiquariat durch zwei Räume in einem Anbau auf dem Hof zu erweitern. „Wir haben derzeit einen Bestand von zirka 3000 Büchern und freuen uns natürlich über die zusätzlichen Räume", hieß es gestern seitens des Bürgervereins. Dankbar sei man für die Unterstützung durch die GWG und die Stadt. So setzt das Sozialamt über den Betriebshof Sozialhilfeempfänger für Beräumungsarbeiten ein, die GWG richtet die Räume her, aber auch der Verein beteiligt sich an den Kosten.
Voraussichtlich im Mai sollen die Arbeiten abgeschlossen und die zwei zusätzlichen Räume des Antiquariats zur Verfügung stehen. Auch der Hof wird so hergerichtet, dass bei schönem Wetter Stühle herausgestellt werden, um dem Besucher ein Schmökern und Blättern unter freiem Himmel zu ermöglichen. Geöffnet ist das Antiquariat, das ehrenamtlich betreut wird, dienstags von 9 bis 15 Uhr sowie mittwochs von 9 bis 12 Uhr und 13 bis 17 Uhr - also auch heute wieder. Marktbesucher sollten die Gelegenheit zum Stöbern nutzen. In der großen Auswahl findet sich sicher ein preiswertes Buch. Mit dem Erlös unterstützt man zugleich einen guten Zweck - die Restaurierung der Knaggenfiguren am Großen Markt 4. M.D.


Über den Betriebshof wird Hilfe bei der Beräumung des Innenhofs eingesetzt.

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