Bürgerverein Perleberg
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19.09.2003

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 19.09.2003

Erste Knaggen demnächst angebracht


Robert Czubatynski schenkte Bürgerverein über 150 Bücher für Knaggenprojekt


Perleberg • Am 25. Oktober ist es so weit: die ersten Knaggen werden ihren angestammten Platz an der Fassade des Anwesens Großer Markt 4 einnehmen. Doch das bislang wohl ehrgeizigste Projekt des Bürgervereins braucht auch weiterhin viele, die es mit Spenden unterstützen.
Christus und der König, die Mittelfiguren, werden die ersten sein, die dem Haus seine alte Schönheit wieder zurückgeben. 13 Knaggen sind es an der Zahl, die in der Werkstatt von Diplom-Restaurator Andreas Mieth restauriert bzw. originalgetreu nachgebildet werden. Denn 500 Jahre sind an den Knaggen nicht spurlos vorüber gegangen. Je nach Standort an der Fassade hatten Wind und Wetter dem Eichenholz entsprechend zugesetzt, teilweise so stark, dass die geschnitzte Form nicht mehr ablesbar ist. Beispiele dafür sind die Bürgerfrau und der Christophorus. Sie müssen durch Kopien ersetzt werden.
Finanziell betrachtet ein ehrgeiziges Projekt, für das sich der Bürgerverein dennoch entschied. Allerdings im Alleingang auch für ihn eine Nummer zu groß. So baute er von Anbeginn auf die Hilfe vieler, deren Herz für die Rolandstadt schlägt.
Robert Czubatynski ist nicht nur Perleberger, er brennt auch für seine Heimatstadt. Und seine Unterstützung für Bürgerverein und somit auch für Perleberg fiel nicht von ungefähr überaus gewichtig aus.

Fünf große Kartons voller Bücher brachte er dieser Tage ins Antiquariat des Bürgervereins. „Sie sind aus dem Bestand meines Vaters", berichtet er. Dieser war ein begeisterter Hobby-Or-nitologe und hatte so auch eine beträchtliche Sammlung an Fachliteratur. Doch nicht allein der Vogelkunde galt sein Interesse. In seinem Bücherschrank stapelten sich auch viele Publikationen über Biologie, Zoologie, Botanik, Natur- und Wasserschutz. Über 150 Bücher mit einem Sachwert von an die 1500 DDR-Mark mögen es sein, schätzt der Perleberger, der als Architekt im Planungsbereich des Kreises arbeitete. Diese Bücher schenkte er dem Bürgerverein. In dessen Antiquariat sollen sie möglichst zu Liebhaberpreisen neue Besitzer finden. Unter den Büchern ist u. a. eine vierbändige Ausgabe über „Vögel Mitteleuropas". Ein Band kostete einst 144 Mark. Und noch ein Grund nennt Robert Czubatynski, warum er auf Liebhaber für dieses gebündelte Fachwissen hofft. „Das Geld fließt in die Kasse des Bürgervereins und soll für die Restaurierung der Knaggen verwendet werden. „Meine Frau und ich sind begeistert davon, wie sich dieser Verein für die Stadt engagiert, wie er alles daran setzt, Perleberg noch lebens-und liebenswerter zu gestalten. Die Knaggen sind ein Stück Perleberg und mit ihnen wird die Altstadt wieder um einiges lebendiger und anziehender."
Die Freude über diese großzügige Schenkung war dem Vorsitzenden des Bürgervereins Dieter Kreutzer anzusehen. „Jeder Cent und Euro, der als Spende oder über Schenkungen eingeht, bringt uns unserem Ziel ein Stück näher", betont er.

Und alles, was an Bücher-Schenkungen im Antiquariat eingeht, werde dankend angenommen, bestätigt der Vereinsvorsitzende und verbindet damit die Hoffnung, dass noch mehr davon Gebrauch machen und sich die Bücherregale des Antiquariates so immer mehr auch mit vereinseigenen Beständen füllen mögen. Demnächst werde eine vierte lange Regalreihe hier aufgebaut. „So können wir das Angebot noch übersichtlicher präsentieren. Im kommenden Jahr soll zudem ein weiterer Raum für das Antiquariat genutzt werden." Auch für Dieter Kreutzer steht außer Zweifel, dass sich das Antiquariat bereits zu einem kommunikativen Punkt auf dem Großen Markt entwickelt hat. Doris Ritzka


Renate Graf, die ehrenamtlich im Antiquariat des Bürgervereins tätig ist, nimmt freudig auch den fünften großen Bücherkarton von Robert Czubatinski entgegen.

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Sep.2003

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom Sep.2003

Bücherspende aus Lilienthal als Knaggenhilfe


Antiquariat des Bürgervereins Perleberg wird immer attraktiver

Perleberg • Sie suchen noch ein Geschenk zum Nikolaustag, zu Weihnachten oder zu einem anderen Anlass? Warum nicht preiswerte Bücher aus dem Perleberger Antiquariat?
Erst am Mittwoch gab es kräftigen Nachschub. Volkert Richter aus Lilienthal bei Bremen hatte sein Auto vollgepackt und zirka 400 Bücher nach Perleberg gebracht. Meist Romane, aber auch Sachbücher und einen Karton mit Literatur vom Dichterfürsten Goethe. Volkert Richter hatte von 1939 bis Ende 1945 unbeschwerte Kinderjahre in Perleberg verbracht und fühlt sich mit der Prignitz-Kreisstadt weiterhin verbunden. So ist er auch von Anbeginn Mitglied des Bürgervereins Perleberg. „Ich beschäftige mich mit Perleberg, dem Vereinsleben und mache auch zu Hause Werbung für die Stadt", erzählte der heute 71-Jährige. Sehr angetan sei er vom Bücher-Antiquariat des Bürgervereins und vom Ansinnen, mit dem Verkaufserlös die Restaurierung der Knaggenfiguren am Großen Markt 4 zu unterstützen. Die meisten Bücher, die aus Lilienthal kamen, stellte der dortige Golfclub zur Verfügung, in dem die Frau von Volkert Richter Mitglied ist. Dieter Kreutzer als Vorsitzender des Bürgervereins freute sich natürlich sehr über diese Büchersendung und gab einen Dankesbrief nach Lilienthal mit, verbunden mit der Einladung, doch Perleberg einmal zu besuchen. „Wir haben im Antiquariat schon Platzprobleme, so dass jetzt noch zwei neue Räume hergerichtet werden müssen. Was wir noch unbedingt brauchen, wären Regale", meinte der Vereinsvorsitzende. Betreut wird das Antiquariat an den Öffnungstagen durch ehrenamtliche Helfer - Vereinsmitglieder und auch Nicht-Mitglieder, wie zum Beispiel Roswitha Neumann. „Es ist ein guter Bestand. Die Bücher sind übersichtlich geordnet nach Belletristik, Sachbüchern wie Tiere und Pflanzen, Lexika oder Reiseliteratur. Und sie sind alle preiswert", meint die langjährige Bibliothekarin in Perleberg, die sich noch mehr Resonanz durch Besucher wünscht. So gibt es Taschenbücher bereits ab einen Euro. Reichlich im Angebot ist Karl May, aber auch Jules Verne ist zu haben. Zur Übersicht noch einmal die Öffnungszeiten: mittwochs 10 bis 12 Uhr, 14 bis 16 Uhr; donnerstags 9 bis 12 Uhr und 14 bis 16 Uhr. M.Drössler


Gemeinsam wurde die Büchersendung aus Lilienthal bei Bremen ausgeladen, links Volkert Richter.

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17.07.2003

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 17.07.2003

Der Treff zum Stöbern und Schmökern


Antiquariat des Bürgervereins mit großer Resonanz


Perleberg • Mittwochs und donnerstags trifft sich hier Jung und Alt- im Antiquariat des Bürgervereins. Im April wurde es eröffnet und ist bereits in vieler Munde.
Die einen haben es sich auf der kleinen Bank bequem gemacht und schmökern mal in diesem, mal in jenem Buch, die anderen stehen direkt an den Regalen. Interessiert schauen sie nach Neueingängen bzw. stöbern Reihe für Reihe nach Büchern durch, die im eigenen Bücherschrank noch fehlen oder aber einfach nur die Neugier wecken. Unmittelbar vor und in der Ferienzeit ist der Zulauf vielleicht sogar noch ein wenig größer als sonst, denn viele schauen noch nach der passenden Urlaubslektüre. Preiswert soll sie nach Möglichkeit auch noch sein, wissen die vier Frauen vom Antiquariat zu berichten.
Ehrenamtlich übernimmt jede von ihnen immer eine Schicht. So auch Barbara Lippke. „Ich selbst lese sehr gerne", erzählt sie. Von Beruf ist sie Lehrerin und so versteht sich ein Besuch mit der ganzen Klasse hier eigentlich von selbst. „Die Kinder waren überaus interessiert. Zu dem wissen sie nun, wo es gute Bücher gibt, für die das Taschengeld allemal reicht."
An die 2100 Bücher stehen in den Regalen. Zwar erfüllen die wenigsten den Anspruch, alt und überaus wertvoll zu sein, aber dafür kann man sich öfter ein neues leisten. Eine große Auswahl an Belletristik, aber auch Sach- und Fachliteratur findet man hier. Und stets kommt Neues hinzu, denn immer donnerstags von 9 bis 12 Uhr ist Ankauf. Vielfach hören Renate Graf, Roswitha Neumann und Eva Stange, die gleichfalls zum Team gehören, die Worte „wollt ihr meine Bücher haben, ich weiß nicht mehr wohin damit". Natürlich will man hier die Bücher haben, denn alles, was an Geld schließlich in der Kasse klingelt, das kommt Perleberg zu Gute. Finanziert werden davon die Aktivitäten des Vereins wie beispielsweise die Knaggen. Besonders interessiert ist man daran, den Bestand an Fach- und Sachliteratur noch weiter auszudehnen und auch DDR-Literatur, speziell Kinderbücher, sind sehr gefragt. Um auch den Nachwuchs noch mehr in diese Räumlichkeiten am Großen Markt zu locken, will man im September einen großen Buchverkauf auf dem Hinterhof organisieren, war von Dieter Kreutzer, dem Vorsitzenden des Bürgervereins, zu erfahren.
Die Resonanz weckt natürlich Wünsche, beispielsweise das Antiquariat nicht nur an zwei Tagen in der Woche zu öffnen. Doch dafür werden noch mehr Mitstreiter gebraucht, die aus Liebe zum Buch und aus Idealismus die Öffnungszeiten absichern: Wer dabei sein will, ist herzlich im Team willkommen und kann sich direkt im Antiquariat melden. Doris Ritzka

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10.04.2003

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 10.04.2003

Perleberg auf dem Weg zur Bücherstadt


Antiquariat des Bürgervereins e. V. am Großen Markt eröffnet / Stätte der Begegnung


Perleberg • Mit einem Dankeschön und einem herzlichen Willkommen begrüßte Dieter Kreutzer, Vorsitzender des Bürgervereins, Firmen, Helfer, Vereinsmitglieder und Anlieger des Großen Marktes zur Eröffnung des ersten Antiquariats, das sich in Hoheit eines Vereins befindet. Eine Vision habe damit handfeste Gestalt angenommen, betonte der Vereinsvorsitzende, der sich selbst für dieses Vorhaben mächtig engagiert hat und auch viele andere zu begeistern wusste.
Nicht von ungefähr stellten sich auf Anhieb Helfer ein, als es darum ging, das Antiquariat einzurichten, die Bücher zu katalogisieren und nach Sachbereichen zu ordnen. Und auch zur Absicherung der Öffnungszeiten haben Literaturenthusiasten ihre Hilfe und Unterstützung angeboten - kostenlos versteht sich. Insofern ist Dieter Kreutzer recht optimistisch, dass sich auch künftig helfende Hände finden, denn diese werden auch weiterhin benötigt.
Rund 3000 Bücher umfasst bereits der Bestand, den Manfred Nebelin aus Bad Wilsnack zur Verfügung stellte. Immer donnerstags vormittags soll künftig der Ankauf von Büchern aller Genres erfolgen. Das Antiquariat selbst hat mittwochs und donnerstags von 9 bis 12 Uhr sowie von 14 bis 17 Uhr geöffnet und lädt Jung und Alt zum Verweilen, Stöbern und Schmökern ein. „Denn es soll zugleich auch eine Stätte der Begegnung sein, wo man miteinander ins Gespräch kommt", betonte Dieter Kreutzer.
Doch nicht nur an jenen Tagen pulsiert Leben in diesen Räumlichkeiten. Der Seniorenbeirat wird hier seinen Anlaufpunkt haben und auch die IG Denkmalpflege hat schon Interesse bekundet. Und mit Blick auf die räumlichen Möglichkeiten ein Stockwerk höher, ließe sich in diesem Haus noch so einiges machen, hat der Bürgervereinsvorsitzende schon die nächste Vision. dr


Mit einem Buch bedankte sich Bürgervereinsvorsitzender Dieter Kreutzer bei jenen, die beim Einrichten halfen, so auch bei Harald Vogel. Fotos: Doris Ritzka (4)

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25.03.2003

Quellenangabe: Auszug aus dem Prignitzer vom 25.03.2003

Antiquariat soll Anfang April öffnen


Perleberg • Eine erste Beratung und Einweisung sollte es werden, ein erster Arbeitseinsatz wurde daraus, ist Dieter Kreutzer, Vorsitzender des Bürgervereins, sichtlich begeistert. Die Rede ist vom Antiquariat, das der Verein derzeit auf dem Großen Markt 5 einrichtet. Mit rund 3000 Büchern will man hier starten und dabei möglichst alle Gebiete, Bereiche und Genres präsentieren, verständlicher Weise in unterschiedlicher Fülle. Die Räumlichkeiten sind derweil entsprechend hergerichtet, die Regale stehen, nun geht es daran, den Bestand zu erfassen. Und dafür hatte der Bürgerverein um freiwillige Helfer geworben. Fünf kamen und waren auf Anhieb Feuer und Flamme. Nach einer kurzen Erläuterung und Einweisung machten sie sich sofort ans Sortieren nach Sachgebieten und an die Bestandsaufnahme. „Wenn die Arbeit weiter so gut von der Hand geht, dann könnten wir Anfang April eröffnen", freut sich der Vereinsvorsitzende. Auch dann sind wieder „Bücherwürmer" gefragt, die aus Freude und Idealismus ihre Freizeit zur Verfügung stellen, um die Öffnungszeiten des Antiquariats mit abzudecken. Ebenso gefragt sind Ideen, die dazu beitragen, dem jüngsten Spross des Bürgervereins noch mehr Leben einzuhauchen. Denn werden soll der Große Markt 5 eine Stätte für alle Leseratten und eine Stätte der Begegnung. Sprich alles, was dem Charakter eines Antiquariats noch mehr Charisma verleiht, kann hier auch seinen Platz erhalten. So ist beispielsweise auch angedacht, im Zusammenwirken mit dem CJD Internetzugänge für Senioren zu schaffen. dr


Helfer erhielt der Bürgerverein beim Auflisten des Bestandes für das Antiquariat. Foto: Manfred Drössler

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